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  • Autorenbildclorenz1963

Unsere Gärtner vom Niederrhein

Im Januar waren wir bei einigen unserer Hauslieferanten zu Gast.

Am frühen Nachmittag hatten die Firmenchefs, Vater und Sohn Van Megen, Zeit für uns und tolle Gespräche rund um das Leben, die Arbeit und die Gerbera...

Die große Verarbeitungshalle ist um diese Zeit fast leer und gut aufgeräumt. Kein Stielchen, kein Blatt verrät, was hier noch vor 2 Stunden geschäftig umgesetzt wurde.

Nur einige Direktbestellungen warten noch auf die Abholung durch den Kunden.

An diesen Zuschnittplätzen wird alles auf Länge gebracht. Vollautomatische Roboterwagen halten mit der Ware direkt am Platz. Alles funktioniert schnell, effizient per Induktion.

Und dann stehen wir in dem riesigen Gewächshaus. Es ist mollig warm und wir genießen den Blick über die ganze Vielfalt von Germini, Gerbera, Piccolini und Pastasorten.... Beet reiht sich an Beet.

Power Ball

Twisti Favio

Noud

Die Sorte Terra Calysto, eine gefüllte Minigerbera, kommt grasgrün daher...

...erst ganz zum Schluss färbt sie sich weiß.

Zu der Sorte Bieber gibt es eine schöne, kleine Geschichte. Beim Ernten der Blüten dieser Sorte fanden die Van Megens plötzlich eine Blüte, die sich von den anderen unterschied. Viel dunkler und kräftiger leuchtete die Germini. Die Pflanze wurde zu einem professionellen Gerberazüchter geschickt und so entstand die neue Züchtung "Selena", die sich großer Beliebtheit erfreut. Manchmal entstehen neue Sorten auf sehr zufälligen Wegen!

Selena

3 Gärtner beim Besprechen der neuen Saison. Jede Gerberapflanze bleibt 3 Jahre bei den Van Megens. Dann ist sie erschöpft. Die Anzahl der Blüten sinkt und die Qualität der Stiele nimmt rapide ab. Es müssen dann neue Pflanzen angeschafft werden. Eine preisintensive Investition, die gut überlegt wird. Wir waren zu genau diesem Zeitpunkt vor Ort und konnten uns 2 Sorten wünschen, die aussortiert worden wären. Timing ist alles:-)!

Tender

70% des Wassers, welches für die Bewässerung verwendet wird, wird durch eine hochmoderne Aufbereitungsanlage direkt wiederverwendet. Die Nährstoffe werden bei jedem Durchlauf durchgemessen, wenn nötig aufgefüllt. Nichts davon geht in den Außenbereich. Nachhaltig und effizient wird mit den Ressourcen umgegangen. Pflanzenschutz erfolgt über Nützlinge.

Der Juniorchef ist stolz auf die unscheinbar aussehende Ansammlung von Tanks und Rohren und Leitungen ganz am Ende des großen Gewächshauses.

Die Pflanzen haben einen sehr regelmäßigen Tag. 12h werden sie beleuchtet, 12h dürfen sie schlafen.

Und hier stehen die Kübel für den nächsten Tag. Wir sammeln bei uns in der Filiale die Pappmanchetten. Sie werden, so lange es geht, wiederverwendet.

Auf geht´s zum nächsten Gärtner Bernd Leukers. Von ihm haben wir die schönen Quittenzweige, die in Bioqualität angebaut werden.

Die ersten Blüten leuchten im milden Wintersonnenschein in rosaorange und...

weiß!

Die Blüten der Quitten und die schräge Sonne gaukelt Frühling vor. Aber es ist Januar.

Schon oft haben wir für große Events die schönen Orchideen von Bernd eingekauft.

Gleichmäßig hohe Qualität der Pflanzen und die Berücksichtigung von speziellen Farbwünschen sind hier immer gewährleistet.

Durch´s Orchideenhaus gehen wir nach den Hortensien gucken. Bernd liefert uns die schönen Hortensien ab Sommer.

Wir schauen auf die schlafenden Pflanzen in ihren Töpfen.

Sie sehen ganz jämmerlich aus jetzt im Winter.

Aber die ersten frischen Blätter sind bereits am Sprießen und bald ist dieses Gewächshaus wieder voller dicker, grüner Büsche mit rosa und blauen und lilafarbenen Tupfen. Die Dächer werden geöffnet für Bienen und Hummeln und die Sonne hilft beim wachsen und gedeihen.

...noch herrscht winterliche Ruhe. Die Gärtner reparieren Dieses und Jenes, schlafen ein bisschen länger und nutzen die Zeit, um sich in vielen Kommissionen und Gremien um Zertifizierungskonditionen, Zulassungen, Formalitäten zu streiten. Auch in der Grünen Branche herrscht die alles blockierende Bürokratie.

Die Sonne liegt auf den Feldern und verschwindet langsam hinter dem Horizont.

Wir fahren durch die Dörfer. Ein Stoffmuster am Wegesrand?? Nein. Die ersten Stiefmütterchen im Freiland.

Dann will Fritzi noch beim Rosengärtner Wans vorbeischauen. Das ist unser Lieferant für viele Rosen, unter anderem die schönen, gefüllten Hochzeitsrosen im Sommer.

.Aber sie steht vor verschlossener Tür. Christian Wans fährt gerade in den Bergen Ski und ist ganz traurig, dass er erst in 2 Tagen nach Hause kommt. Aber demnächst schauen wir mal bei ihm rein und dann erzähl´ ich Euch was über Rosen vom Niederrhein!

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